Wir suchen Verstärkung Jetzt als Trainer (m/w/d) oder Servicetechniker (m/w/d) bewerben!
Zum Hauptinhalt springen
Bild zu 2026_08_Predictive Maintenance in elektrischen Anlagen

Newsletter

Von der reaktiven zur vorausschauenden Instandhaltung: Wie intelligente Überwachung Ausfälle verhindert

2 Min. Lesezeit

Eine hohe Stromnetzqualität ist die Grundlage für einen störungsfreien Betrieb. Doch selbst die beste Versorgungsqualität schützt nicht vor Ausfällen innerhalb der eigenen elektrischen Infrastruktur. Transformatoren, Schaltanlagen, Motoren oder Verteilungen unterliegen Alterungs- und Verschleißprozessen. Moderne Instandhaltungsstrategien setzen deshalb zunehmend auf Predictive Maintenance, also die vorausschauende Instandhaltung.

Warum sich Instandhaltung verändert

Traditionell werden Anlagen entweder nach festen Wartungsintervallen oder erst nach einem Ausfall instandgesetzt. Beide Vorgehensweisen haben Nachteile: Entweder werden Komponenten vorsorglich ausgetauscht, obwohl sie noch funktionstüchtig sind, oder ungeplante Störungen führen zu Produktionsausfällen.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) definiert Instandhaltung als die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung eines sicheren Zustands. Dazu gehören Inspektion, Wartung und Instandsetzung.

Zustandsdaten statt starre Wartungsintervalle

Bei der Predictive Maintenance werden Betriebs- und Zustandsdaten kontinuierlich erfasst und ausgewertet. Sensoren überwachen beispielsweise:

  • Temperaturen in Schaltschränken
  • Isolationszustände
  • Schaltzyklen von Leistungsschaltern
  • Schwingungen von Motoren
  • Belastungen von Transformatoren

Anhand dieser Daten lassen sich Verschleißerscheinungen frühzeitig erkennen, bevor es zu einem Ausfall kommt.

Mehr Sicherheit und Verfügbarkeit

Die DGUV weist darauf hin, dass elektrische Anlagen regelmäßig geprüft und Mängel unverzüglich beseitigt werden müssen, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Predictive-Maintenance-Systeme unterstützen Unternehmen dabei, diese Anforderungen zielgerichtet umzusetzen. Kritische Zustandsänderungen werden früh erkannt und können rechtzeitig bewertet werden. Dadurch steigt die Anlagenverfügbarkeit und ungeplante Stillstände werden reduziert.

Wirtschaftliche Vorteile

Neben der erhöhten Betriebssicherheit ergeben sich auch wirtschaftliche Vorteile:

  • geringere Ausfallkosten
  • bessere Planbarkeit von Wartungsfenstern
  • längere Lebensdauer von Betriebsmitteln
  • effizienterer Einsatz von Personal und Ersatzteilen

Insbesondere in Produktionsbetrieben können dadurch erhebliche Kosten vermieden werden.

 

Anbei die Prognose des Marktanteils an der vorausschauenden Instandhaltung (Predicitive Maintenance). Angefangen von einem Volumen von 479 Millionen Dollar im Jahr 2024 entwickelt sich der Markt rasant bis auf 7682 Millionen Dollar im Jahr 2035. Das bedeutet, dass immer mehr Unternehmen die Vorteile von Predictive Maintenance erkennen und umsetzen.

Quelle: Spherical Insights

 

Fazit

Vorausschauende Instandhaltung entwickelt sich zunehmend zum Standard moderner Elektroinfrastrukturen. Unternehmen erhalten mehr Transparenz über den Zustand ihrer Anlagen und können Risiken frühzeitig erkennen. Das steigert nicht nur die Verfügbarkeit, sondern unterstützt auch die Einhaltung von Sicherheitsanforderungen.

 

Quellen

BAuA, TRBS 1112 „Instandhaltung“

DGUV Information 209-015 „Instandhaltung an Maschinen und Anlagen“

DGUV Information 203-072 „Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Anlagen und ortsfester Betriebsmittel“ 

DGUV Vorschrift 3 „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“

Newsletter abonnieren

Erhalten Sie regelmäßig wichtige Updates rund um Arbeitsschutz, Brandschutz und mehr direkt in Ihr Postfach.

Weitere Newsletter-Artikel

Kontakt aufnehmen

Haben Sie Fragen? Füllen Sie das Formular aus und wir melden uns zeitnah bei Ihnen.