Cookie-Einstellungen

Selbst entscheiden, was geladen wird

Immer aktiv

Sitzung, Warenkorb, Login, Sicherheit (CSRF) und das Speichern Ihrer Cookie-Auswahl. Ohne diese Cookies funktioniert die Seite nicht.

Dienste anzeigen (1)
  • Craft CMS / Shop (eigener Server)

Hilft uns zu verstehen, welche Seiten genutzt werden, damit wir das Angebot verbessern können. Auswertung nur zusammengefasst.

Dienste anzeigen (2)
  • Google Analytics 4 (Google Ireland Ltd.)
  • Matomo (selbst gehostet, ITC Graf)

Erkennt wiederkehrende Besucher und verknüpft Kontaktanfragen mit Seitenbesuchen, damit wir Sie gezielter beraten können.

Dienste anzeigen (1)
  • HubSpot Tracking (HubSpot Ireland Ltd.)

Eingebettete Inhalte anderer Anbieter. Beim Laden wird Ihre IP-Adresse an den jeweiligen Anbieter übertragen.

Dienste anzeigen (3)
  • Google Maps (Google Ireland Ltd.)
  • Stellenbörse (Talentstark)
  • Formulare (Typeform)
Zum Hauptinhalt springen
MPS Elektrotechnik GmbH – zur Startseite

September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Übergangswiderstände

Die Steckdose funktioniert, die Maschine läuft und die Sicherung bleibt drin. Also ist elektrisch alles in Ordnung?

Nicht unbedingt.

Schlechte elektrische Kontaktstellen können lange unbemerkt bleiben. Eine lockere Klemme, ein beschädigter Steckkontakt oder Korrosion können den elektrischen Widerstand an einer Verbindung erhöhen. Die Folge: Die Kontaktstelle erwärmt sich.

Was zunächst unscheinbar wirkt, kann auf Dauer zu Verfärbungen, beschädigten Bauteilen, verschmorten Kontakten und im schlimmsten Fall zu einem schweren Elektrobrand führen.

01Warum werden schlechte Kontaktstellen heiß?

An Steckern, Klemmen, Schaltern oder Schraubverbindungen wandert elektrischer Strom von einem Bauteil über das Nächste. Ist die Verbindung technisch einwandfrei, ist der elektrische Widerstand sehr gering. Verschlechtert sich der Kontakt, steigt der sogenannte Übergangswiderstand. Dabei entsteht Wärme. Vereinfacht gilt:

P = I² × R

Dabei steht:
• P für die elektrische Verlustleistung in Watt (W)
• I für die Stromstärke in Ampere (A)
• R für den elektrischen Widerstand in Ohm (Ω)

Vereinfacht bedeutet die Formel: Je höher der Strom und je größer der Widerstand an einer schlechten Kontaktstelle, desto mehr Wärme entsteht dort. Ursachen können unter anderem sein:

• lockere Klemm- oder Schraubverbindungen
• Korrosion und Oxidation
• verschlissene Steckkontakte
• mechanische Beschädigungen
• nicht fachgerecht ausgeführte Anschlüsse

Besonders problematisch: Die Wärme entsteht häufig auf einer sehr kleinen Fläche.

02Warum löst die Sicherung nicht aus?

Das macht schlechte Kontaktstellen besonders tückisch. Bei einem Kurzschluss fließt ein sehr hoher Strom. Eine entsprechende Schutzeinrichtung erkennt diesen Überstrom und schaltet ab. Bei einem erhöhten Übergangswiderstand kann das angeschlossene Gerät dagegen weiterhin ganz normal funktionieren. Auch der Strom im Stromkreis kann sich noch innerhalb des zulässigen Bereichs
bewegen. Trotzdem wird die schlechte Verbindung immer heißer. Ein Leitungsschutzschalter muss deshalb nicht zwangsläufig auslösen. Durch die wiederholte Erwärmung kann sich die Kontaktstelle zusätzlich verschlechtern.

03Welche Warnzeichen sollte man ernst nehmen?

Schlechte Kontaktstellen sind nicht immer sofort sichtbar. Es gibt jedoch typische Warnzeichen:
• braune oder schwarze Verfärbungen
• angeschmolzene Kunststoffteile
• ungewöhnlich warme Stecker oder Steckdosen
• Schmorgeruch
• Knistern oder andere ungewöhnliche Geräusche
• flackernde Beleuchtung
• beschädigte oder korrodierte Kontakte

Eine verfärbte Steckdose ist deshalb nicht nur ein optischer Mangel. Sie kann darauf hinweisen, dass bereits eine erhöhte thermische Belastung vorhanden war. Auffällige elektrische Betriebsmittel oder Installationen sollten daher nicht einfach weiterverwendet, sondern fachgerecht beurteilt werden.

04Wie lassen sich solche Fehler erkennen?

Viele elektrische Verbindungen befinden sich in Verteilungen, Schaltschränken oder Maschinen und sind im laufenden Betrieb nicht direkt einsehbar. Neben regelmäßigen elektrischen Prüfungen kann hier die Elektrothermografie unterstützen. Mit einer Wärmebildkamera können auffällige Temperaturunterschiede sichtbar gemacht werden. So lassen sich beispielsweise stark erwärmte Klemmstellen, schlechte Kontakte oder überlastete Komponenten erkennen. Gerade im laufenden Betrieb können thermische Auffälligkeiten sichtbar werden, die äußerlich zunächst nicht erkennbar sind. Die Thermografie ersetzt keine elektrische Prüfung, kann diese jedoch sinnvoll ergänzen.

Fazit

Elektrische Fehler machen sich nicht immer durch einen Ausfall oder eine ausgelöste Sicherung bemerkbar. Gerade schlechte Kontaktstellen zeigen, dass eine Anlage funktionieren und trotzdem bereits eine gefährliche Wärmeentwicklung aufweisen kann. Verfärbungen, ungewöhnliche Wärme, Schmorgeruch oder andere Auffälligkeiten sollten deshalb immer ernst genommen und weiter
untersucht werden.

Ein MPS-Prüfer bringt eine Prüfplakette an einer Leiter an

Fragen zu diesem Thema?

Unsere Elektrofachkräfte beraten Sie gerne – zu Prüfungen, Unterweisungen und allem rund um die Elektrosicherheit in Ihrem Betrieb.

Ein Familienunternehmen aus Heidenheim – persönlich für Sie da.

Kontakt aufnehmen

Haben Sie Fragen? Füllen Sie das Formular aus und wir melden uns zeitnah bei Ihnen.