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Sicherer Umgang mit elektrischen Geräten

3 Min. Lesezeit

Elektrische Geräte sind aus dem heutigen Arbeitsalltag nicht wegzudenken. Vom Computer über Ladegeräte bis hin zu Maschinen und Werkzeugen – Strom ist überall im Einsatz. Dass von elektrischen Geräten auch Gefahren ausgehen können, gerät dabei leicht in Vergessenheit. Die DGUV Vorschrift 3 erinnert genau daran: Elektrizität ist sicher, wenn sie sachgerecht genutzt wird. Voraussetzung dafür ist ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang im täglichen Betrieb.

Sicherheit beginnt bei der Nutzung

Ein sicherer Umgang mit elektrischen Geräten beginnt nicht erst bei der jährlichen Prüfung, sondern beim täglichen Arbeiten. Geräte dürfen nur so verwendet werden, wie sie vorgesehen sind. Provisorische Lösungen, etwa beschädigte Kabel mit Klebeband zu fixieren oder Stecker zu überlasten, erhöhen das Risiko deutlich. Auch Mehrfachsteckdosen sollten nur im vorgesehenen Umfang genutzt und nicht „ineinandergesteckt“ werden. Solche scheinbar kleinen Nachlässigkeiten zählen laut DGUV zu den häufigsten Unfallursachen.

Beschädigungen ernst nehmen

Kabelbrüche, wackelige Stecker, verschmorte Steckdosen oder ungewöhnliche Geräusche sind Warnsignale. Die DGUV Vorschrift 3 macht deutlich: Geräte mit erkennbaren Mängeln dürfen nicht weiter benutzt werden. Häufig werden solche Schäden aber ignoriert, weil das Gerät „noch funktioniert“. Dabei gilt: Sichtbare Mängel sind kein Schönheitsfehler, sondern ein Sicherheitsrisiko. Meldungen an Vorgesetzte oder die zuständige Stelle im Betrieb sind kein Ärgernis, sondern ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit.

Ordnung und Umfeld nicht unterschätzen

Auch das Umfeld spielt eine große Rolle. Kabel, die über längere Zeit unter Spannung stehen oder eingeklemmt werden, können beschädigt werden. Feuchtigkeit, Staub oder starke Hitze wirken sich ebenfalls negativ auf elektrische Geräte aus. Die DGUV weist darauf hin, dass Geräte nur in geeigneten Bereichen eingesetzt werden dürfen. Ein Bürodrucker gehört nicht in feuchte Räume, und Baustromgeräte nicht ins trockene Büro. Ordnung, saubere Arbeitsplätze und passende Einsatzorte tragen wesentlich zur Sicherheit bei.

Unterweisung schafft Bewusstsein

Ein sicherer Umgang setzt Wissen voraus. Deshalb verlangt die DGUV Vorschrift 3, dass Beschäftigte regelmäßig unterwiesen werden. Dabei geht es nicht um technische Details, sondern um grundlegendes Verständnis: Was ist im Umgang mit elektrischen Geräten erlaubt? Was nicht? Wie erkenne ich Gefahren? Und an wen wende ich mich im Zweifel? Wer diese Grundlagen kennt, handelt im Alltag sicherer und selbstbewusster.

Prüfungen sind kein Ersatz für Aufmerksamkeit

Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Geräte sind Pflicht und ein zentraler Bestandteil der Unfallverhütung. Sie ersetzen jedoch nicht den verantwortungsvollen Umgang im Alltag. Zwischen zwei Prüfungen können Schäden entstehen, zum Beispiel durch Umstellen, Herunterfallen oder unsachgemäße Nutzung. Die DGUV macht klar: Sicherheit entsteht durch das Zusammenspiel aus regelmäßiger Prüfung und aufmerksamer Nutzung.

Verantwortung liegt bei allen

Auch wenn die Gesamtverantwortung beim Arbeitgeber liegt, trägt jede Person im Betrieb ihren Teil zur Sicherheit bei. Wer ein Gerät nutzt, erkennt oft als Erstes, wenn etwas nicht stimmt. Offene Kommunikation, klare Abläufe und ein gemeinsames Verständnis von Sicherheit sind deshalb entscheidend. Elektrische Sicherheit ist kein Spezialthema für Fachkräfte allein, sondern eine Aufgabe für alle.

Fazit: Achtsamkeit schützt Menschen und Betrieb

Die DGUV Vorschrift 3 gibt einen klaren Rahmen vor, um elektrische Gefährdungen zu minimieren. Doch Regeln allein reichen nicht aus. Ein sicherer Umgang mit elektrischen Geräten entsteht durch Aufmerksamkeit, Verantwortungsbewusstsein und den Mut, Probleme anzusprechen. Wer im Alltag hinschaut und nicht wegschaut, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch Kolleginnen und Kollegen – und sorgt für einen sicheren und störungsfreien Betriebsablauf.

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